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Brunnenbau auf eigenem Grundstück

Im eigenen Haus lebt es sich ganz gut. Das muss ich auch feststellen, nachdem ich nun 6 Jahre im Eigenheim lebe. Man hat viele Freiheiten, die einem als Mieter verwehrt werden.

Allem voran ist da der Garten. Hier ist Kreativität gefragt. Wie soll er aussehen, was wird gepflanzt, wo wird es gepflanzt. Alles wahnsinnig schwierige Fragen, die manchmal in Stress ausarten 🙂

Gerade bei selbstgebauten Häusern ist das nicht immer so einfach, da ja ganz einfach noch nichts da ist, woran man sich orientieren kann. Es ist leer…

Ein Brunnen im eigenen Garten?

Ziemlich früh nach Einzug kam bereits ein Kumpel von mir auf die Idee, wie cool es wäre einen Brunnen in den Garten zu bauen. Ich für meinen Teil war gedanklich noch beim selbst gemauerten Grill direkt auf dem Rasen, doch die Idee gefiel mir.

Ich habe mich dann gefragt, an wen ich mich da wenden kann und muss. Ich kann doch nicht einfach ne Schaufel nehmen und ein Loch buddeln. Warscheinlich kann ich das schon aber schwachsinnig wäre hierbei der passende Konsens.

Ein paar Anrufe später

Als erstes habe ich bei der Wasserbehörde angerufen, also der Verein, der mir das Geld abbucht für Frischwasser und Abwasser. Die dürften soch am ehesten wissen, was da zu tun ist.

Denkste. Sinngemäß war die Antwort „Keine Ahnung, rufen Sie doch mal bei der Gemeinde an“. Wundervoll, danke. Ok, dann direkt darauf die Gemeinde angerufen und zack „Sie rufen außerhalb unserer Geschäftszeiten an“. Ich weiß es noch wie heute, es war 12:02 Uhr…

Naja, ok, dann halt wann anderes. Total motiviert habe ich das Thema erstmal 2 Wochen vergessen 🙂 . Dann kam aber der nächste Versuch. An diesem Tag hatte ich Spätschicht, also entsprechend morgens Zeit. Nun hatt ich eine Person am Telefon.

Sehr freundlich *Ironieoff* wurde mir gesagt, ich solle bei der Unteren Wasserbehörde anrufen. Auf die Frage nach der Durchwahl bekam ich nach extrem langem ausatmen die Nummer angesagt.

Es geht weiter mit dem telefonieren

Nun kam der Anruf, der endlich meine Infos abdecken sollte. Zum Glück war der Mann am anderen Ende recht freundlich, hat sich meine Situation angehört und dann schließlich gesagt, er sein nicht zuständig. Alter!! Ich bin etwas rot geworden, definitiv.

Aber es hilft nichts, weiter gehts. Nachdem ich nun die richtige Person dem netten Herrn samt Telefonnummer entlockt habe, hatte ich endlich den richtigen am Telefon.

Ich wurde einige Sachen gefragt, beispielsweise zu was genau ich den Brunnen nutzen möchte etc. Ich möchte ihn natürlich nur zum Blumen gießen und vorrangig auch aus ästhetischen Gründen besitzen.

Antrag stellen oder nur anzeigen?

Generell muss kein bestimmter Antrag gestellt werden. Es muss aber angezeigt werden. In meinem Fall ist die Gemeinde Rosdorf dafür zuständig.

Es muss kein Antrag gestellt werden! Dennoch ist es anzeigepflichtig. Das bedeutet ganz einfach nur, dass die Gemeinde darüber in Kenntnis gesetzt wird, dass ein solches Vorhaben ausgeführt wird und welchen Zweck dieses hat.

Wie zeige ich mein Vorhaben an?

Es muss ein Formblatt heruntergeladen werden von der Gemeinde selbst. An dieser Stelle würde ich gerne eine Verinkung einfügen, doch meines Wissens gibt es keine online Präsens, wo ich selber herunterladen kann.

Dieses Formblatt bekomme ich hier direkt bei der Gemeinde. Hier müssen nun einige Angaben gemacht werden. Natürlich neben den allgmeinen Daten wie Adresse und Name auch das Anliegen selbst.

Verschiedene Angaben bezüglich des Grundstücks, wie Flurnummer, Flurstück etc. werden eingetragen. Ein kleiner Dreizeiler rundet das Formblatt ab.

Hier kann sich relativ kurz gefasst werden. Wo genau ist das Grundstück? Was möchte ich ganz genau machen, also sprich möchte ich den Brunnen nur zur Bewässerung haben oder möchte ch die Toilettenspülung mit betreiben, übertrieben gesagt.

Zusammen mit einem aktuellen Lageplan wird das Ganze dann an die Gemeinde geschickt und eine Antwort abgewartet. Bei Kommunikation mit Behörden habe ich es mir angewöhnt, mir direkt 2 Wochen nach der Einreichung eine Erinnerung zu stellen und das erste Mal nachzufragen. Dann alle 2 Wochen, und ab dem vierten Mal wöchentlich. Das reicht meistens als Ansporn.

WICHTIG: Blumen gießen als ungefähre Mengenangabe reicht aus, um das Ganze Genehmigungsfrei zu machen.

Fazit

Ein eigener Brunnen im eigenen Garten genehmigen zu lassen ist kein Hexenwerk. Definitiv nicht. Nur muss man darüber nachdenken, dass man generell nicht alles darf. Auch, wenn es das eigene Grundstück ist und einem alles gehört.

Irgendwie paradox, aber leider Tatsache. Ich hoffe, ich kann einigen Lesern vielleicht helfen und etwas Mut machen. Ich selbst habe zwar noch nicht die Gelegenheit beim Schopf gepackt und angefangen, doch die Infos dazu habe ich ja bereits.

Die „Genehmigung“, welche ja eigendlich keine ist, habe ich auch. Ästhetische Gründe und etwas Blumen gießen ist „kein Problem“.




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Dieser Blog ist mein persönlicher Beitrag zur finanzieller Bildung in Deutschland. Ich versuche mit meinen Texten und Beiträgen in erster Linie meine eigene Situation aufzuzeigen. Mit Witz und Charme gepaart bringe ich außerdem das Thema Geld und dessen Verwaltung auf dein Smartphone und deinen PC. Was mache ich? Wie mache ich es? Wozu mache ich es? Das sind die Kernthemen dieses Blogs.

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2 comments

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