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Ist das Erreichen der finanziellen Unabhängigkeit ein Lebenswerk?

Sparen ist wichtig, klar. Für das Alter vorsorgen muss sein, jawohl! Schulden sollten schnell bezahlt werden. Das alles kann ich sofort unterschreiben.

Finanzielle Unabhängigkeit erreichen. Hm, das wär der blanke Wahnsinn. Nie wieder arbeiten um den Lebensunterhalt zu verdienen. Den lieben langen Tag das machen, was man möchte und mit gutem Gewissen nicht ans Geld denken müssen.

Das ist der große Traum vieler Menschen. Jeder definiert die Unabhängigkeit aber anders. Warum? Na ganz klar, weil jeder andere Bedürfnisse hat und anders lebt. Für den einen reichen 1500€ zum Leben aus während der nächste 3500€ benötigt.

Wie ein Hamster

Viele arbeiten mit höchstem Bestreben eifrig darauf hin irgendwann das Hamsterrad hinter sich zu lassen. und unabhängig zu sein. Im Web liest man da von Sparraten jenseits der 60, 70% und noch mehr.
Verdiene ich z.B. 3000 €, spare ich davon 2100 € und 900 € ist mein Lebensunterhalt. Ich halte mich quasi bewusst klein und reduziere das Leben mit allen Facetten auf ein Minimum. Habe ich dann entsprechend viel Geld diversifiziert angelegt und passives Einkommen generiert, so dass die 900 € jeden Monat durch meine Geldanlagen reinkommen bin ich finanziell unabhängig. So weit zur Theorie.

Nun kommt das „aber“

Klar ist das super, wenn man Erfolge sieht. Das Geld vermehrt sich wie verrückt. Zinsen, Dividenden fließen immer mehr. Aber nun Hand aufs Herz. Ein sparsames Leben zu führen ist sicherlich nicht verwerflich aber doch bitte in Maßen. Was mache ich dann, wenn ich in obigem Beispiel die Arbeit gekündigt habe und von meinem Ersparten lebe? Meine Freunde fragen, ob ich mit ins Kino komme und ich sage: „Nee, lass mal. In einem Jahr kommt der auf Pro 7. Bis dahin gedulde ich mich“. Blödes Beispiel aber nahe der Realität. Das Sparen an sich wird zum absoluten Mittelpunkt des Seins.
Was nutzt die ganze Kohle, wenn ich sie ja eigentlich gar nicht brauche?

Ein kleines Resümee

Ich finde, man sollte den Mittelweg finden. Gleichzeitig genug sparen und trotzdem das Leben nicht vergessen.
Einfach mal mit der Familie völlig schmerzfrei bei Mc Donalds eine Burgeroffensive starten gehört für mich genauso zum Leben dazu wie eine private Vorsorge um keine Altersarmut erleiden zu müssen. Der Mittelweg dahin muss aber jeder individuell beschreiten.

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