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Was bedeutet krank aufs Kind?

Diesen Begriff kennen Eltern teilweise sehr gut. und eins kann vorweg gesagt werden: Es ist eine wundervolle Erfindung. Doch was ist das denn nun genau und was passiert dabei?

Kind krank

Im Prinzip nennt sich das Ganze auch Pflegetage. Hier verbirgt sich ganz simpel gesagt nur, dass ein Elternteil zuhause bleibt und sich um das kranke Kind kümmert.

Es kann bei Krankheit nun mal nicht in den Kindergarten, die Krippe oder die Schule gehen. Jedenfalls bis zu einem bestimmten Alter. Jemand, der einen 16 jährigen zuhause hat, wird sicherlich deswegen nicht zuhause bleiben, wenn mal ein Schnupfen ansteht.

Ablauf bei einem kranken Kind

Viele wissen fast gar nichts von dieser Möglichkeit und das finde ich persönlich einfach nur schade. Es ist nämlich eine wirklich tolle Sache. Das kranke Kind muss mit einem Erwachsenen zum Kinderarzt (prinzipiell geht das auch bei einem normalen Hausarzt)

Hier wird festgestellt, dass das Kind krank ist. Nun kann für ein Elternteil eine „Krankmeldung“ erstellt werden. Die Krankmeldung trägt aber den Namen des Kindes und nicht den der Eltern.

Krankengeld

Die Krankmeldung bekommt nun die Krankenkasse. Es muss dort vorher einiges ausgefüllt werden. Darunter unter anderem der Name der Person, die wegen dem Kind zuhause bleibt, sowie dessen Versicherungsnummer und auch die Bankverbindung.

Unbezahlter Urlaub

Diese Bankverbindung hat den Sinn, dass die Krankenkasse weiß, wohin das Geld gezahlt werden soll. Die Ausgeichszahlung bekommt ausschließlich das Elternteil, welches zuhause geblieben ist.

Aufgrund der Inanspruchnahme von „Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes“ nimmt man automatisch unbezahlten Urlaub bei seinem Arbeitgeber. Deswegen bekommt man ja auch eine Ausgleichszahlung.

In aller Regel ist der Arbeitgeber nun fein raus und hat nichts mehr damit am Hut. Die Ausgleichszahlung kommt von der Krankenkasse und damit hat es sich.

Die Höhe der Ausgleichszahlung beträgt in der Regel um die 90% des Nettogehaltes. Ob das für den ein oder anderen fair oder unfair ist, sei mal dahingestellt. Ich beispielsweise arbeite hauptberuflich in der Industrie und in Schichtarbeit.

Mein Einkommen ist dabei so hoch, dass ich bei Kind krank und der Ausgleichszahlung immer den Höchstbetrag bekomme. Um eine Zahl zu sagen bekomme ich pro Tag 100€ ausgezahlt. Dabei ist es egal, ob ich 3000€ Netto bekomme oder 12000€.

Der Betrag erhöht sich nicht mehr. Es existiert also eine Höchstgrenze. Diese ist allerdings meines Wissens nicht festgelegt, sondern von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich.

Ausgleichszahlung versteuern?

Selbstverständlich. Das dürfte ja irgendwie klar sein. Es gibt nichts umsonst. Die Ausgleichszahlung wird genauso versteuert wie Krankengeld und Arbeitslosengeld. Hier wird das Prinzip des Progessionsvorbehaltes herangezogen.

Der Bezug von Ausgleichszahlungen erhöht also die Steuerlast. Im Prinzip wird man also dreifach bestraft. Einmal weil das Kind krank, dann bekommt man weniger Netto wie durch die normale Arbeit und obendrein zahlt man auch noch mehr Steuern. Wundervoll.

Doch das muss nicht zum Problem werden. Vorsorgen und die richtige Geldverwaltung ist hier die Devise. Ich habe es immer mit der 25% Regel gehandhabt. Habe ich 100€ von der Krankenkasse bekommen, habe ich 25€ auf ein seperates Konto transferiert und war bzw. bin immer flüssig, wenn Steuern gezahlt werden müssen.

Dazu habe ich auch ein recht umfangreiches Buch geschrieben, welches du auf Amazon findest. Es trägt den Titel „Vom Pleitegeier zum Adler“ *.

Fazit

Aber wir wollen nicht meckern. Schließlich ist es ja etwas Gutes. So etwas gibt es nicht in vielen anderen Ländern. Deutschland ist da tatsächlich sehr human, was solche sozialen Dinge angeht, auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen und grundsätzlich an allem etwas rumzumäkeln haben.

Wir, meine Frau und ich, sind froh, nicht wegen jedem Kram die Eltern/Schwiegereltern involvieren zu müssen. Die Krankheitstage sind gesetzlich so festgelegt und das ist auch gut so.

Der Aufwand ist wirklich überschaubar. Zuerst der Arztbesuch, dann kauft man 2 Briefmarken und schickt die Krankmeldung jeweils zum Arbeitgeber und der Krankenkasse.

About

Dieser Blog ist mein persönlicher Beitrag zur finanzieller Bildung in Deutschland. Ich versuche mit meinen Texten und Beiträgen in erster Linie meine eigene Situation aufzuzeigen. Mit Witz und Charme gepaart bringe ich außerdem das Thema Geld und dessen Verwaltung auf dein Smartphone und deinen PC. Was mache ich? Wie mache ich es? Wozu mache ich es? Das sind die Kernthemen dieses Blogs.

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