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Zwei Männer von Günther Weisenborn – Interpretation

In der Kurzgeschichte „Zwei Männer“ von Günter Weisenborn geht es um zwei Männer, die sich während einer Naturkatastrophe näher kommen und eine Art Freundschaft entwickeln.

Die Geschichte erzählt von einem Farmer in Argentinien, welcher mit seinem Angestellten, einem Indio, gegen die Fluten des dortigen größten Flusses, des Parana, kämpft.

Beide Männer flüchten sich auf das Dach des Anwesens, als die Überschwemmung beginnt. Dort oben entwickelt sich gleichermaßen eine Art Abhängigkeit voneinander sowie eine Freundschaft, während sie anscheinend hilflos der Verwüstung zusehen.

Gliederung in Abschnitte

Die Kurzgeschichte Zwei Männer von Günther Weisenborn lässt sich in einzelne Abschnitte gliedern, das Warten auf die bevorstehende Überschwemmung „Der Farmer gab sich noch eine Nacht…“, die Überschwemmung selber „Man hörte in der Ferne ein furchtbares Donnern“ und schließlich den nächsten Tag, als die Naturkatastrophe vorüber ist.

Es lassen sich ein abrupter Einstieg in das Geschehen erkennen „Als der Wolkenbruch […] ein Ende gefunden hatte…“ und auch ein offenes Ende „Der Regen hörte auf“. Des Weiteren sind die Zeit und auch die Handlungsorte begrenzt.

Die Orte sind in erster Linie auf das Anwesen des Farmers sowie auf das Schilfdach beschränkt. Die Zeit lässt sich hingegen auf 2 Tage eingrenzen „Gegen Morgen richtete sich der Farmer auf…“. In der gesamten Geschichte tauchen lediglich 2 Hauptpersonen auf, was bereits der Titel vermuten lässt, die nicht namentlich benannt sind.

Der Farmer und sein Untergebener. Jener Farmer steht in der Hierarchie deutlich höher als sein Bediensteter. Er hat Frau und Eigentum in der Stadt, während der Indio alleine ist und aus der sozialen Unterschicht zu kommen scheint. Jedoch haben beide Männer zum Zeitpunkt der Katastrophe nahezu dasselbe Schicksal, das Sie um das Überleben kämpfen.

Der Spannungsbogen

Eine Spannungssteigerung ist zu erkennen, als das Unglück schließlich beginnt und seinen Lauf nimmt „Dann kam der große Parana…“. Ein weiterer Spannungshöhepunkt, welcher auch gleichzeitig der Wendepunkt ist wird deutlich als der Farmer seine letzte Zigarette mit seinem untergebenen teilen will und somit den alten Brauch erfüllen will „Da folgte der Farmer  […] zog seine letzte Zigarette…“.

Durch diese Handlung fühlt sich der Indio schließlich seinem Arbeitgeber verpflichtet und möchte sich für ihn opfern, wird aber in letzter Sekunde durch den Farmer gerettet „Zum ersten Mal verzog der Indio sein Gesicht…“.

Sprachlich fällt der häufige Gebrauch von metaphorischen Ausdrücken auf „Sie hatten das Weiße im Auge des Pumas gesehen“, „…in Gestalt von endlosen Teefeldern mit mannshohen Yerbabüschen…“.

Weiterhin werden diverse Vergleiche angesprochen „todesdurstig wie der größte Puma“, „bösartig wie hundert Schlangen“. Mit diesen Vergleichen wird die Personifizierung des Wassers angesprochen, welches als stark und unzerstörbar angepriesen wird.

Die gesamte Geschichte lässt sich zudem leicht lesen und besteht aus kurzen, knappen Sätzen „Das Maisfeld glich einem See“.

Zwei Männer von Günther Weisenborn – Fazit

Die Geschichte macht deutlich, wie sich scheinbar verfeindete Menschen in Notsituationen arrangieren (müssen) und einer auf den anderen angewiesen ist.

Dabei ist es unwichtig aus welcher Gesellschaftsschicht man stammt bzw. über welche finanziellen Mittel man verfügt. Die Geschichte ist meiner Meinung nach durchaus auf die heutige Zeit übertragbar.

About

Dieser Blog ist mein persönlicher Beitrag zur finanzieller Bildung in Deutschland. Ich versuche mit meinen Texten und Beiträgen in erster Linie meine eigene Situation aufzuzeigen. Mit Witz und Charme gepaart bringe ich außerdem das Thema Geld und dessen Verwaltung auf dein Smartphone und deinen PC. Was mache ich? Wie mache ich es? Wozu mache ich es? Das sind die Kernthemen dieses Blogs.

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