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Budget für Brillenträger richtig erstellen

Das Thema Brille findet in fast keiner Finanzplanung Platz, was ich etwas schade finde, denn Brillen und die Kosten dafür können prima angespart werden. Und das sogar ohne wirklich großen Aufwand.

Eine Brille fällt definitiv nicht so oft an, doch gerade deshalb ist es wichtig auch diese Kosten im Blick zu haben. Ich erstelle für so ziemlich alles und jede Lebenslage Budgets.

Sei es für den Tierarzt, den Urlaub oder die Klassenfahrten der Kinder. So also nun auch für die Brillenträger unter uns.

Meine Situation

Unsere Familie ist hier zur Hälfte aufgeteilt. Zwei von uns haben eine Brille und zwei nicht. Es ist nun mal ein notwendiges Utensil. Die Aufwendungen dafür gehören also zu den „muss“ Kosten.

Ab und an muss meine Tochter zum tropfen. Hierbei stellt der Augenarzt die Sehstärke fest. Logischerweise kann es passieren, dass sich die Sehkraft im Laufe der Zeit ändert.

Wenn das so ist, muss ein Optiker aufgesucht werden. Genau hier greift mein Budget.

Wie rechne ich das Budget aus?

Ich brauche alle Rechnungen. Alle Rechnungen, die mit Brillen zu tun haben. Sollten die nicht mehr zuhause sein, weil das Ordnungssystem es quasi verschlampt hat ( 😉 ), gibt es die Möglichkeit zu fragen.

Die Optiker dürften in aller Regel ja überschaubau sein, welche man die letzten Jahre aufgesucht hat. Hier frage ich einfach nach den Rechnungen. Meist ist das absolut kein Problem. Es sei denn, die Mitarbeiterin hatte noch keinen Kaffee oder ähnliches.

Daten und Zahlen sammeln

Es entsteht eine schöne Liste mit Daten und Beträgen. Bei uns sieht die ungefähr so aus:

Kind

  • 19.03.2018 – 49,76€
  • 01.04.2019 – 30,00€

Frau

  • 25.04.2013 – 349,00€
  • 25.04.2013 – 75,00€
  • 18.04.2017 – 129,00€
  • 27.10.2018 – 41,70€
  • 04.08.2018 – 55,00€
  • 09.04.2019 – 40,00€

Die Auswertung der Zahlen

Als plakatives Beipsiel rechne ich nun das Budget für die Frau aus, da hier doch schon einige Zahlen betrachtet werden müssen. Hier wende ich die Tagefunktion im Excel an, um die verstrichenen Tage anzeigen zu lassen. Von Anfang bis Ende.

=TAGE(Ziedatum; Ausgangsdatum) ist die Excel Formel. Das Zieldatum ist in dem ersten Fall der 09.04.2019 und das Ausgangsdatum ist der 25.04.2013. Vergangen sind also 2175 Tage.

Nachdem die Tage bekannt sind, rechne ich den Mittelwert aller Zahlungen aus. Das geht mit der Formel -> =Mittelwert(Zahl1;Zahl2;..). Monsenior Excel wirft mir an dieser Stelle den Wert 114,95€ aus.

Das bedeutet im Endeffekt, dass 114,95€ durchschnittlich anfallen, wenn etwas ausgegeben werden muss. Nachdem diese 2 Werte bekannt sind, die Tage und der Mittelwert, ist der Rest Formsache.

In den 2175 Tagen gab es insgesamt 6 Rechnungen. Nun rechne ich die 2175 Tage in Monate um, was 72,5 ergibt.

Die Sache nähert sich dem Ende. Die Monate geteilt durch die Anzahl der Rechnungen ergibt round about 12,08.

Kurze Zwischenbilanz: Alle 12 Monate kommt eine Rechnung über durchschnittich 114,95€ reingeflattert. Logischerweise kommt jetzt die letzte Rechnung…

Zum Schluss muss ich nur noch den Betrag von 114,95€ durch die 12,08 Monate teilen und das ergibt 9,52€. Ich muss also 9,52€ monatlich aufbringen, um die Brille zu zahlen.

Fazit

Die Rechnung an sich ist nicht wirklich schwer und im Endeffekt auch logisch nachzuvollziehen. Es liegt quasi auf der Hand, dass es Sinn macht, Geld für eine Brille zurück zu legen.

Generell ist man nie zu 100% safe, doch man kann sich vorbereiten. Und das zählt. Es macht einen signifikanten Unterschied, ob ich nach 2 Jahren eine neue Brille brauche und knapp 240€ zahle oder nur 10€ im Monat.

Die 240€ zahle ich sowieso in einem Rutsch, doch das monatliche ansparen tut mir definitiv weniger weh, als eine Einmalzahlung. Das dürfte nicht nur mir so gehen.

About

Dieser Blog ist mein persönlicher Beitrag zur finanzieller Bildung in Deutschland. Ich versuche mit meinen Texten und Beiträgen in erster Linie meine eigene Situation aufzuzeigen. Mit Witz und Charme gepaart bringe ich außerdem das Thema Geld und dessen Verwaltung auf dein Smartphone und deinen PC. Was mache ich? Wie mache ich es? Wozu mache ich es? Das sind die Kernthemen dieses Blogs.

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2 comments

  1. Ohne Witz. So kompliziert wie diese Rechnung auf den ersten Blick ist, ist sie irgendwie gar nicht. Da ich Rechnungen so ziemlich unendlich aufhebe, habe ich einen recht großen Datensatz. Mir der Anleitung hier rechne ich das mal aus.

    • schuldenkobold

      Moin Dirk,

      es freut mich zu hören, dass dir der Beitrag geholfen hat. Ich finde es immer toll, wenn ich Feedback zurück bekomme. Bei positivem sogar noch mehr 😉

      LG Boris

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